Klimawandel in Brandenburg
Der Klimawandel geht auch in Brandenburg mit großen Auswirkungen auf die Umwelt und somit auf den Naturschutz einher. Neben dem Klimaschutz stellt die Klimawandelanpassung eine wichtige umweltpolitische Herausforderung dar.
Von 2009 – 2014 hat das Forschungsprojekt „Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Region Brandenburg Berlin“ (INKA BB) einen ökosystemaren Blick auf den Klimawandel gewagt und diesen mit dem Teilprojekt „Anpassung des administrativen Naturschutzes an den Klimawandel – Managementoptionen und Gestaltung der politischen Instrumentarien im Land Brandenburg“ konkret in Zusammenhang mit Brandenburg und seinem administrativen Naturschutz gebracht.
Zur Erreichung der Klimaneutralität im Sinne des Pariser Klimaabkommens wurde eine ressortübergreifende Klimaschutzstrategie mit einem Maßnahmenprogramm (Klimaplan Brandenburg) erarbeitet. Der Klimaplan Brandenburg wurde am 5. März 2024 von der Landesregierung beschlossen. Zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels besteht zudem eine Klimaanpassungsstrategie. Die ressortübergreifende Strategie des Landes Brandenburg zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels wurde am 04. Juli 2023 vom Kabinett verabschiedet. Unter dem Aspekt Naturschutz wird darin die Wichtigkeit des Maßnahmenprogramms Biologische Vielfalt betont. Der Schutz resilienter Ökosysteme und entsprechende Renaturierungsmaßnahmen sind sowohl für die Klimaanpassung als auch für den natürlichen Klimaschutz unerlässlich.
Zur Klimawandelanpassung gehören zudem präventive Maßnahmen zum Umgang mit Niedrigwasser. Dazu hat das Umweltressort unter Einbeziehung der Landkreise, kreisfreien Städte und Gewässerunterhaltungsverbände ein Landesniedrigwasserkonzept (2021) erarbeitet. In 16 Gebietseinheiten werden unter Einbeziehung lokaler Akteure flussgebietsbezogene Niedrigwasserkonzepte entwickelt, die Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und Maßnahmen anstoßen.