Internationale Naturausstellung Lieberoser Heide (INA)
Auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes Lieberoser Heide wurde der Prozess angestoßen, das neuartige Konzept einer Internationalen Naturausstellung zu befördern. Das ehemals größte Truppenübungsgebiet Ostdeutschlands überzeugt mit seiner Unzerschnittenheit, Unzerstörtheit und Vielfalt an Naturausstattung. Der Naturschutzbeirat begrüßt diese Entwicklungen im Süden des Landes und unterstützt sie. Die INA wird als Instrument verstanden
- zur Aufwertung der Natur und der biologischen Vielfalt in einem naturschutzfachlich landes- und bundesweit bedeutsamen Gebiet,
- für neuartiges Naturerleben verbunden mit Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und
- als Grundlage für die Regionalentwicklung und damit auch der Entwicklung des Tourismus in einem strukturschwachen Raum.
Die I.N.A. Lieberoser Heide wird von den Landkreisen und Kommunen als Chance für Entwicklung der Region gewertet. Ein innovatives und bisher einzigartiges Ausstellungsformat könnte das Profil in der Region schärfen und als Großprojekt im Süden des Landes auch eine positive Ausstrahlung erreichen sowie dem Land eine national und international beachtete Vorreiterrolle einbringen.
Im Mai 2022 hat der Naturschutzbeirat im Rahmen seiner Frühjahrssitzung einen „Informationsaustausch zum Fortgang der Naturwelt Lieberoser Heide und zur Vernetzung der Akteure“ organisiert. Darauf aufbauend wurde ein Brief an den damaligen Umweltminister Axel Vogel formuliert:
Zusammenfassend plädiert der Naturschutzbeirat dafür, die regionale Entwicklung der „Naturwelt Lieberoser Heide“ konsequent an klar definierten Natur- und Wildniszielen auszurichten und dabei Zuständigkeiten, Entscheidungswege und die Rolle der Stiftung Naturlandschaften zu klären. Er fordert eine enge Abstimmung mit dem Naturpark Schlaubetal und anderen Nationalen Naturlandschaften, um Konkurrenz, Doppelstrukturen und Schäden an sensiblen Bereichen zu vermeiden. Außerdem mahnt er transparentere interne Prozesse und eine Förderpolitik an, die nicht nur leicht finanzierbare Projekte, sondern fachlich passende naturtouristische Produkte priorisiert.